“W
arum das Kind in der Polenta kocht”

Weitgehend autobiographisch erzählt Aglaja Veteranyi die Geschichte ihrer Kindheit – ein Leben im Zirkus. Der Vater ist Clown, die Mutter hängt Abend für Abend an den eigenen Haaren in der Zirkuskuppel. Für den Traum von einem besseren Leben ist die Familie aus der Heimat in den Westen geflohen, in Koffern verstaut trägt sie ihre Besitztümer von Ort zu Ort, in der Hoffnung, sie eines Tages in einem eigenen Haus auspacken zu können.

In der spektakulären Welt der Manege finden die Eltern Beachtung und Beifall. Auch das Mädchen ist fasziniert vom Glanz der Zirkuslichter, ihre Eltern bewundert sie voller Hingabe. Doch für die Bedürfnisse des Kindes ist jenseits des Rampenlichts kaum Platz.

Mit dem scharfen, forschendem Blick eines Kindes zeichnet Veteranyi ein Mädchen in seinem Kampf ums Erwachsenwerden, zwischen den Fronten einer auseinanderbrechenden Familie, ein Mädchen, das versucht in der Fremde heimisch zu werden, das schon als Kind erwachsen sein muss, das sein Möglichstes tut, um die Welt um es herum zu begreifen, ein Mädchen, das versucht sich und seinen Platz im Leben zu finden.

Dabei entsteht ein eindrückliches Wechselspiel von Naivität und Wissen, von Sprachakrobatik und Sprachlosigkeit, von grotesk explodierenden Bildern und nüchterner Realität.

Eine freie Theaterproduktion nach dem preisgekrönten Roman von Aglaia Veteranyi
Als Bühnenfassung für eine Schauspielerin und 2 Akrobaten von Fabian Sattler

Technische Details:
Spielfläche: 8 x 10 m
Licht: Spot, Weis, Rotes & Blaues
Ton: Musikanlage
Vorbereitung: nach Absprache
Dauer: ca. 1h 30 min